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Der Motorflug

Wer fliegt im FSC Odenwald?

Frauen und Männer, Jung und Alt, Geschäftsleute, Arbeiter und Studenten, Piloten sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden. Einige fliegen, weil das Fliegen einfach schön ist, andere, weil sie gerne die Landschaft von oben sehen, weil sie sich mit dem Wetter auseinandersetzen wollen, weil sie von der Technik der Flugzeuge fasziniert sind, sehr viele aber auch, weil sie auf dem Luftweg zu Geschäftsterminen oder in den Urlaub reisen wollen. Für viele ist das Flugzeug die Brücke zu Freunden in anderen Ländern Europas...

Kann man eigentlich immer fliegen?

Man kann winters wie sommers fliegen, sofern die Start- und Landebahnen in geeignetem Zustand sind und das Wetter mitspielt. Für Piloten mit einer "normalen" Privatpilotenlizenz gelten für das Wetter bestimmte Mindestbedingungen (Sicht, Wolkenfreiheit). Auch bei erschwerten Bedingungen kann geflogen werden, dann jedoch sind Zusatzberechtigungen notwendig, so beispielsweise für Nachtflüge oder auch für Flüge ohne Sicht. Für letztere ist außer den erforderlichen Anzeigegeräten im benutzten Flugzeug eine besondere Schulung notwendig, die zur lnstrumentenflugberechtigung (IFR, Instrument Flight Rules, Instrumentenflugregeln) führt. Diese erfordert einen erheblichen Aufwand und, wie die "normale" Lizenz auch, ständiges Sich-in-Übung-Halten. Doch auch hier kommt Sicherheit zuallererst: Die Wetterlage muss ein sicheres Starten und Landen zulassen, die Vereisung des Flugzeuges muss stets beherrscht werden. Und auch Gewitterfronten müssen gemieden werden, denn sie stellen immer eine potenzielle Gefahr dar.

Ist das Motorfliegen umweltverträglich?

Das Reisen in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hat Auswirkungen auf die Umwelt, das ist bei einem Luftfahrzeug nicht anders als bei Kraftfahrzeugen oder Schienen- und Wasserfahrzeugen. Doch in ihrem ureigensten Interesse achten die Flieger beim Benzinverbrauch auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit.

Wie bei anderen Reisemitteln auch, ist der Betrieb von Motorflugzeugen mit Geräuschentwicklung verbunden. Doch zeigen Messungen deutlich: Die Belastung durch Fluggeräusche ist im Vergleich zu anderen Verkehrsgeräuschen außerordentlich gering. Die Flugzeughalter in Deutschland lassen es sich viel kosten, ihre Flugzeuge noch leiser zu machen, als es die deutschen Zulassungsrichtlinien fordern. Und diese sind schon erheblich strenger als die international gültigen Grenzwerte!

Und schließlich: Einem Flugzeug genügt ein Gras- oder Asphaltstreifen von etwa 700 m Länge am Start- und am Zielflugplatz, um Hunderte von Kilometern zu überwinden. Sowohl Auto als auch Bahn hingegen benötigen sehr lange Trassen, ihr Bau versiegelt erhebliche Grünflächen, zerschneidet Landschaften und ist äußerst kapitalintensiv! 
Die wenigen Meter Gras- und Asphaltbahn auf Flugplätzen dagegen wurden zum großen Teil von den Fliegern selbst angelegt und werden von ihnen selbst betrieben und gepflegt. Sie zahlen für Landungen Gebühren, um entstehende Sach- und Personalleistungen abzugelten. Zahlreiche Vereine unternehmen außerdem große Anstrengungen, die Flächen an Flugplätzen naturnah zu gestalten.

Was kostet das Fliegen?

Der Erwerb einer Privatpilotenlizenz kostet bei normalem Ausbildungsfortschritt 5.000 bis 7.500 Euro.  Eine zugegeben größere, aber einmalige Investition, die man eventuell noch etwas reduzieren kann, da es möglich ist, preisgünstigere Motorsegler in der Ausbildung mitzubenutzen und die Fluglehrer ehrenamtliche Flugausbildung betreiben. Außerdem fallen diese Kosten nicht sofort und in einer Summe an, sondern verteilen sich auf die gesamte Ausbildungszeit.

Zum Erhalt der Lizenz müssen alle zwei Jahre 12 Flugstunden nachgewiesen werden - was allerdings, speziell in den ersten Jahren nach Lizenzerwerb, recht wenig ist. Zur Abschätzung der mit der Fliegerei verbundenen Kosten sollte man also besser von einer höheren Stundenzahl ausgehen. Ein einfaches Flugzeug, etwa eine Cessna 152 oder eine Katana 100, kann man zu Stundenpreisen ab circa 85 Euro chartern. Das bedeutet, innerhalb von zwei Jahren mindestens (besser mehr) 12 mal 85 Euro für den Erhalt des PPL-A auszugeben. Das sind 1.200 Euro pro Jahr oder 2,80 Euro am Tag: Motorfliegen ist erschwinglich!

Kann ich mal mitfliegen?

Sprechen Sie auf dem Flugplatz einfach jemanden an und fragen Sie! Wir geben Ihnen gerne weitere Auskünfte. Gerne können Sie uns auch über das Kontaktformular anschreiben.

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