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45. Hessen-Sternflug 2005 von Walldürn nach Marburg-Schönstadt

"Schnitzeljagd" der Sportpiloten vom Cockpit aus / 18 Flieger mit 9 einmotorigen Flugzeugen gehen an den Start

18 Sportpiloten mit 9 einmotorigen Flugzeugen aus ganz Deutschland kamen zur traditionellen Rallye des Hessischen Luftsportverbandes, dem "Hessen-Sternflug", vom 20. bis 22. Mai. Diesmal führte die Flugstrecke der Luftsportveranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch stand, von Walldürn in Nordbaden zum Verkehrslandeplatz Marburg-Schönstadt in Mittelhessen.

Die Veranstaltung diente nicht nur dem sportlichen Wettkampf der Piloten, sondern auch der Flugsicherheit. In den Rallyes lernen die Flugzeugführer, wie sie ihre Maschine sicher beherrschen können. Der Hessen-Sternflug findet seit 1961 jedes Jahr an einem Frühjahrswochenende statt und startet immer auf einem anderen Flugplatz. Von dort führt die Flugstrecke zu einem zweiten Flugfeld in Hessen oder in einem benachbarten Bundesland. Dieses Jahr fing der Wettbewerb am Freitag, 20. Mai mit der Wertung um die längste Anflugstrecke an. Am Samstag, 21. Mai, begann ab 9 Uhr der Anflug der Rallye-Teilnehmer auf den Flugplatz in Walldürn. Dort mussten die Piloten ihre kleinen, einmotorigen Maschinen punktgenau auf der Landebahn aufsetzen. Leider mussten viele Piloten anhand des schlechten Wetters ihre Teilnahme absagen. So blieb am Ende der harte Kern von 18 Piloten übrig, der sich zunehemd besserem Wetter gegenüber sah, was die komplette Absage des Wettbewerbv verhinderte.

Nach der Flugzeugführerbesprechung in Walldürn wurden die Navigationsaufgaben ausgegeben, die Teilnehmer mussten ihren Kurs errechnen und ab 14 Uhr nacheinander zum Wettbewerbsflug abheben, die Flugstrecke sekundengenau abfliegen und aus der Luft auch noch bestimmte Objekte wie beispielsweise Gebäude, Brücken, Burgen oder Weggabelungen erkennen, die auf einem Foto abgebildet sind. Die Einhaltung des Kurses und der Zeiten wurden mittels Satellitennavigation überwacht. In jedem Flugzeug ist ein kleiner Empfänger, ein so genannter Logger, der die Daten von mehreren Navigationssatelliten gleichzeitig empfängt und den vom Piloten eingeschlagenen Kurs aufzeichnet. Nach der Landung wurden die Logger ausgelesen und anhand der Daten der Gewinner des Wettbewerbs ermittelt. Gewonnen hat dann die Mannschaft mit den wenigsten Fehlerpunkten.

Ab circa 15.30 Uhr sind die Wettbewerbsmaschinen nacheinander in Marburg-Schönstadt gelandet, zum Abschluss des Wettbewerbs mussten sie nochmals metergenau in einem auf der Graspiste aufgemalten Landefeld aufsetzen.

Die Ergebnisse des diesjährigen Hessen-Sternfluges wurden im Rahmen eines Abschlussfestes, im Hotel-Restaurant "Zur Burgruine Frauenberg" in Ebsdorfergrund-Beltershausen, südöstlich von Marburg, bekannt gegeben. Die Siegermannschaft erhielt den Pokal des Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Justizminister Dr. Christean Wagner hatte sein Kommen am Samstagabend zugesagt. Der 45. Hessen-Sternflug" endete am Sonntag, 22. Mai, mit dem Rückflug der Teilnehmer.

Der Hessische Luftsportbund (HLB) mit Sitz in Darmstadt ist der Dachverband der hessischen Flugsportvereine. Beim diesjährigen Sternflug wird das HLB-Referat Motorflug unterstützt vom Kurhessischen Verein für Luftfahrt von 1909, Marburg und dem Flugsportclub Odenwald, Walldürn.

© - Flugsportclub Odenwald e.V. Walldürn  • letztes update  16.01.2006 •  Impressum • Disclaimer • Sitemap

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