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47. Südwestdeutscher Rundflug 2005 bei Traumwetter

Eberhard Weller Gedächtnisflug am 9. Juli 2005

Als sich der Fachausschuss Motorflug / UL des BWLV entschlossen hatte, den 47. Wettbewerb seinem verstorbenen Mitglied Eberhard Weller zu widmen, lag es nahe, hierfür dessen Heimatverein in Schwäbisch Hall zu begeistern. Die Luftsportler des Motorfliegerclubs Schwäbisch Hall e.V. unter dem Dach des dortigen Luftsportverbandes nahmen diesen Gedanken hocherfreut auf und erklärten sich gerne als örtlicher Ausrichter des diesjährigen Wettbewerbs bereit. So konnten die Teilnehmer und Gäste des „Südwestdeutschen“ den neuen Adolf Würth Airport anfliegen, kennen und schätzen lernen. Er wurde als Start- und Zielort bestimmt. Nach Auflösung des Frühnebels rollten 27 Flugzeuge zum Start, um auf dem ersten Wertungsflug zum Zwischenlandeplatz Walldürn verzwickte Suchaufgaben zu lösen. Kontrollpunkte mussten erflogen werden, knifflige Suchbilder erkannt und Zeitüberflüge sekundengenau absolviert werden. Auch die Ziellandung in Walldürn, die teilweise mit Rückenwind gemeistert werden musste, erforderte die volle Konzentration der Crews.

Auf dem Flug von Walldürn nach Schwäbisch Hall entwickelte sich buchstäblich ein Bilderbuchwetter. Beste Sicht und prächtige Wolkenbildungen auf dem Rückflug, die auch jedem Segelflugwettbewerb einen Top-Tag beschert hätten. Wieder warteten neue Aufgaben und Zeitkontrollen. Der lange Schleppgasanflug auf die Ziellinie am Adolf Würth Airport in Schwäbisch Hall wurde von vielen strengen Augen beobachtet. Dokumentiert von Jürgen Weller mit der Video- Kamera, hoch auf der Leiter stehend, wie vormals Vater Eberhard, zu dessen Gedenken der diesjährige Rundflug stattfand.

Es war ein rundum gelungener Wettbewerbstag, über den sich der 1. Vorsitzende des Haller Motorfliegerclubs, Siegfried Hoffmann, sichtlich freute. Nach seiner launigen Rede bei der abendlichen Siegerehrung in der von der Flugplatz GmbH zur Verfügung gestellten, festlich geschmückten Flugzeughalle, begrüßte er die politische und gesellschaftliche Prominenz, allen voran Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth, als Schirmherren der Veranstaltung. Ferner Roland Heckelmann, in Vertretung des Oberbürgermeisters von Schwäbisch Hall, der mit zahlreichen Gemeinderatsmitgliedern zur Abendveranstaltung gekommen war, ebenso den örtlichen Landtagsabgeordneten Nikolaus Sakolario. Willkommen hieß Hoffmann auch die Vertreter des Präsidiums des BWLV, Vizepräsident Kurt Ehmann und Vizepräsiden Siegmund Maier, die Beauftragte für Frauensport, Präsidialrätin Sigrid Berner sowie Verbandsgeschäftsführer Klaus Michael Hallmayer.

Hoffmann erinnerte an erfolgreiche Rallyteilnahmen Schwäbisch Haller Motorflieger, unter Federführung von Fritz Hasenmaier und Dieter Windmüller, die seinerzeit als „Haller Mafia“ jahrelang erste Plätze belegt hatten. Einen ganz besonderen Gruß richtete Hoffmann an Frau Weller und deren Familie als Ehrengäste des Abends und er erinnerte an die herausragenden jahrzehntelangen Leistungen Eberhard Wellers für die Fliegerei in Schwäbisch Hall und im Land. Ein herzlicher Dank ging schließlich an die zahlreichen Persönlichkeiten, Gönner und Firmen, die durch großzügige Spenden die Durchführung dieses Wettbewerbs mit unterstützt haben.

Der Schrimherr des Wettbewerbs, Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth, würdigte nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Eberhard Weller, diesen als großen Humanisten, als echtes menschliches Vorbild für die Jugend und als hervorragenden Vereinskameraden und Fliegerfreund. Prof. Würth freute sich über die unfallfreie Durchführung der Rally und zeigte Respekt vor der Leistung der Besatzungen: ist er doch selbst begeisterter Pilot und ein Mensch dessen Herz für die Fliegerei schlägt. Dies zeigt sich u.a. auch im Leitspruch seiner Airport- Broschüre: „ohne Flieger wäre der Himmel nur Luft“. Seit Jahrzehnten engagiert sich Würth in hervorragender Weise für den Ausbau der fliegerischen Infrastruktur in unserem Lande und im Besonderen auch für den Luftsport.

Vizepräsident Kurt Ehmann überbrachte die Grüße von Präsident Gerd Weinelt und zeigte sich erfreut, über die große Beteiligung am Wettbewerb. Er dankte den Organisatoren, den vielen Helfern des Haller- und des Walldürner Fliegervereins sowie des Verbandes für den reibungslosen Ablauf dieser Fliegerveranstaltung. Ganz besonders dankte Ehmann dem Schirmherrn u.a. für dessen einzigartige Leistung, welche dieser mit der Errichtung des Adolf- Würth- Airports für die allgemeine Luftfahrt, für den Luftsport und die wirtschaftliche Entwicklung im Lande erbracht hat.

Der Referent für Motor- und UL- Flug im BWLV, Walter Nerdinger, lobte die Leistungen der Besatzungen, dankte dem Schirmherrn und allen Helfern und erinnerte an die vielen selbstverständlichen Einsätze seines langjährigen Weggefährten im Fachausschuss Motorflug, Eberhard Weller: „Er wird uns allen als vorbildlicher Kamerad in Erinnerung bleiben“. Nerdinger hofft, dass sich künftig viele Piloten für das Wettbewerbsfliegen begeistern und auch viele junge Piloten diese Art der Fliegerei für sich entdecken.

Nach dem gelungenen Abendbüffet folgte die mit Spannung erwartete Siegerehrung.

In der Touring- / Einsteigerklasse flog die Besatzung Pech/ Gairing, FG Wolf Wirth Kirchheim/Teck, auf Platz eins, gefolgt von Orf / Gölz und Eckstein / Scheiber auf den Plätzen zwei und drei. In der Wettbewerbsklasse war auch in diesem Jahr die Erfolgscrew Bäder / Spreng des Vereins „Freunde der Motorflugschule des BWLV“ nicht zu schlagen. Sie siegten auf der Wettbewerbs C 152 der BWLV Motorflugschule und erflogen sich damit – nach dem Sieg beim diesjährigen Allgäuflug – auch den Titel des Landesmeisters. Auf Platz zwei landete das Duo Heege / Heege, gefolgt mit knappem Punktabstand von der Besatzung Rechsteiner / Kugler. Den Pokal in der Mannschaftswertung sicherten sich souverän die beiden Besatzungen des Vereins „Freunde der BWLV Motorflugschule“ Bäder / Spreng und Schmülling / Besenthal.

Wettbewerbsleiter Bernd Steck überreichte die Siegertrophäen und zahlreiche Sachpreise. Eine Flugreise wurde unter den teilnehmenden Mannschaften verlost. Die Damen wurden mit einem Blumenstrauß bedacht. Respekt und Anerkennung sprachen Nerdinger und Steck schließlich der ältesten Besatzung des Wettbewerbs (167 Jahre) aus: Hans Klenk, LSV Schwäbisch Hall, ehemals Formel 1 Pilot auf Mercedes Silberpfeil pilotierte – auch im Gedenken an seinen Kameraden Eberhard Weller – mit stolzen 85 Jahren gemeinsam mit Co Volkmar Gessinger die Katana seines Vereins sicher über dien Wettbewerbskurs.

© - Flugsportclub Odenwald e.V. Walldürn  • letztes update  24.01.2006 •  Impressum • Disclaimer • Sitemap

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