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20.06.2012

Licht und Schatten bei den Walldürner Segelfliegern

Platzierung im Bundesligamittelfeld – Neuer Streckenrekord von Werner Ehrler mit 962 Kilometern

Streckenflugspezialist Werner Ehrler schaffte mit 962 Kilometern einen neuen Rekord ab Walldürn


Walldürn (mw). Nach nun neun geflogenen Wertungswochenenden liegen die Walldürner
Segelflieger in der Segelflug Bundesliga auf einem 18. Platz. Durch mehrere nicht fliegbare
Wochenenden und hauptsächlich Platzierungen im Mittelfeld der 30 Vereine umfassenden
Bundesliga, soll in den verbleibenden Runden gepunktet und wenn möglich weiter nach vorne
geflogen werden. Ein Anfang wurde in der letzten Flugrunde gemacht. Durch taktisches Fliegen
entlang der durch den starken Wind aufgereihten Wolken wurde zunächst Strecke gegen den Wind
gemacht, um dann den Rückenwind von 30 – 40 km/h für eine lange Geradeausstrecke zu nutzen.
Am besten gelang dies Wolfgang Lehnert (118 km/h) und Ralf Schlessmann (101 km/h). Herbert
Zemmel (109 km/h) nutzte die Bedingungen für einen Besuch der befreundeten Flieger in Erbendorf.
Insgesamt konnte so ein sechster Rundenplatz erflogen werden.

Während die Bundesligasaison eher verhalten begann, schaffte Werner Ehrler hingegen am 13.
Mai einen neuen Streckenrekord ab Walldürn. Mit einer Distanz von 962 Kilometern in 10 Stunden
kratzte der Walldürner Langstreckenspezialist an der Traumstrecke von 1.000 Kilometern und stellte
einen neuen Vereinsrekord auf. Der Start erfolgte um 10 Uhr Ortszeit und der Abflug, wie meist
bei großen Strecken ab Walldürn, in Richtung Nordosten. Nach zunächst guten Streckenwetter
bis Bad Brückenau musste Werner Ehrler sich durch immer schlechteres Wetter mit schlechten
Steigwerten und wenig Sonneneinstrahlung bis zur vorgesehenen Wende bei Bebra kämpfen. Nach
der Wende machte sich dann der Rückenwind bemerkbar, sodass Werner Ehrler am Thüringer
Wald wieder Anschluss an das gute Wetter bekam. Die „Hausstrecke“ der Walldürner Segelflieger
über Thüringer Wald, Fichtelgebirge, Oberpfälzer und Bayrischer Wald war schnell zurückgelegt
und nach der Wende in der Nähe des Großen Arber führte der weitere Flugweg bei Flughöhen bis
2400 m und sehr gutem Segelflugwetter vorbei an Regensburg, Ingolstadt, Donauwörth bis nach
Ulm wo der Streckenflugspezialist auf Grund der fortgeschrittenen Tageszeit wendete und über die
Brombachseen den Heimweg in Richtung Walldürn antrat. Durch konsequentes Ausnutzen der nun
schwächer werdenden Thermik gelangen der sichere Heimflug und die Landung in Walldürn um
20 Uhr mit 962 geflogenen Kilometern und einem neuen Streckenrekord ab Walldürn im Gepäck.
Es bleibt zu erwarten wann die Traummarke von 1.000 Kilometern das erste Mal vom Walldürner
Flugplatz aus geknackt werden wird.

© - Flugsportclub Odenwald e.V. Walldürn  • letztes update  14.05.2009 •  Impressum • Disclaimer • Sitemap

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