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06.08.2012

Ferienspaß in luftiger Höhe



Höpfingen/Walldürn. "Cool, super, fantastisch": Das waren die häufigsten spontanen Kommentare der 37 "Flugnovizen" beim "SPD-Ferienspaß" auf dem Vereinsgelände des Flugsportclubs Odenwald (FSCO) in Walldürn am Donnerstag. Völlig losgelöst von der Erden schwebten die jugendlichen Teilnehmer mitsamt dem Begleitpersonal begeistert in höheren Sphären und genossen aus der Vogelperspektive der Motorflugzeuge und des Segelflugzeugs die ungewohnten Ausblicke auf die nähere und weitere Umgebung Walldürns.

Dank guter Beziehungen zu Mitgliedern des Flugsportclubs ist es Birgit Müller von der SPD-Gemeinderatsfraktion gelungen, einen unvergessenen Erlebnisnachmittag für die Ferienkinder zusammen mit einem erfahrenen Team des Vorstandes des FSCO zu organisieren.

Um 13.30 Uhr trafen sich die zahlreichen Teilnehmer aus Höpfingen und Waldstetten an der Obst- und Festhalle in Höpfingen und radelten über das "Zieglerskreuz", vorbei an der Hohlen Eiche, zum Flugplatzgelände, von Roland Stolz, Birgit Müller, Günter Hauk und Helmut Häfner vom SPD-Ortsverein begleitet.

Der Vorsitzende des FSCO, Oliver Stumpf, hieß die "Flugjünger" zusammen mit seinen erfahrenen Fluglehrern, Sebastian Hilpert und Martin Westermann, willkommen und machte die Besucher mit den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen für die bevorstehenden Flüge bekannt, die mit einem Segelflugzeug (Zweimannbesatzung) und zwei Viersitzer-Motorflugzeugen durchgeführt wurden, nachdem die "Flugschüler" genauestens über alle notwendigen Verhaltensweisen unterrichtet worden waren.

Natürlich fragten wissenshungrige Schüler und auch Erwachsene Sebastian Hilpert, Besitzer der Scheine für Segelflugzeuge und Ultra-Leicht Flugzeuge, quasi "Löcher" in den Bauch. Keine Frage blieb unbeantwortet.

Mit großem Interesse konnte man den Startvorgang des Segelfliegers beobachten. Die optimale Schleppgeschwindigkeit beträgt zwischen 70 bis 120 Stundenkilometer, so Sebastian Hilpert. Ab Erreichen der Sicherheitshöhe von etwa 50 Meter kann der Pilot sich stärker an das Seil "hängen", das heißt unter Beachtung der optimalen Geschwindigkeit - je nach Flugzeug zwischen 90 und 150 Stundenkilometer - mit dem Höhenruder die Geschwindigkeit steuern. In der Regel steigt dann das Segelflugzeug mit 45 Grad empor.

In der letzten Phase des Starts lässt der Seilzug, da der Windenfahrer das Gas herausnimmt, nach. Am höchsten Punkt des Schlepps wird das Seil aus der Schleppkupplung ausgeklinkt. Der Pilot kann sie aber auch jederzeit manuell auslösen. Das Kupplungsstück am Seilende fällt dann an einem kleinen Seilfallschirm herunter, während das Seil von der Winde komplett eingezogen wird, so Sebastian Hilpert.

In der Regel erfolgt die Kommunikation zwischen Startstelle und Winde per Telefon oder Funk, seltener auch mittels Lichtzeichen. Bei ungefähr 400 Höhenmetern klinkte das Startseil aus, und der Segler zog seine Kreise bei luftiger Höhenfahrt majestätisch geräuschlos, was die Kinder interessiert und fasziniert verfolgten.

Etwas unkomplizierter verlief der Startvorgang bei den Motorfliegern, zumal diese Flugzeuge weniger von der Thermik und dem Aufwind abhängig sind als der Segelflieger. Erst nach 60 erfolgreichen Flügen erhält der Flugschüler den Berechtigungsflugschein, Die Ausbildung dauert zwischen 18 und 24 Monaten, so Hilpert. (ck)


© Fränkische Nachrichten, Samstag, 04.08.2012

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