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Segelfluglager 2002

Nach einigen Grundschulungslagen mit immer geringerer Resonanz in den letzten Jahren war für diese Pfingstferien mangels neuer Flugschüler ein Streckenfluglager für die fortgeschritteneren Schüler geplant. Zuvor hatte ein viel versprechender Saisonbeginn im März schon einige schöne Tage beschert, und nach dem verregneten April sollte doch endlich wieder einmal schönes Flugwetter sein. Oder?

Manchmal kommt es eben anders: Auf zwei Zeitungsartikel hin meldeten sich auf einmal sieben neue Flugschüler, und das Problem, Windenfahrer für Wochentage zu bekommen, löste sich durch drei neu eingewiesene Nachwuchskräfte. Die Ka 7 konnte abheben, und das tat sie auch. Die Neuen kamen in der Luft und am Boden bald gut zurecht, und die anderen Teilnehmer hätten eigentlich mittags zu ihren ausgedehnteren Rundflügen starten können.

Eigentlich, denn das Wetter konnte sich nur zu einer kurzen Besserung am Pfingstwochenende aufraffen (die jedoch durchaus gut genutzt wurde). Hatte das wirklich, wie manchmal behauptet, mit dem ebenfalls in der 1. Woche stattfindenden Kunstfluglager zu tun, während denen streng subjektiv betrachtet das Wetter meistens weniger fliegbar ist? Jedenfalls klappte die gleichzeitige Luftraumbenutzung ganz gut, und die neuen Flugschüler mussten sich eben gleich in der Südplatzrunde eingewöhnen. Dafür durfte sogar das Mannschaftszelt des Acro- Teams noch zu später Stunde mit dem entsprechenden Eintrittsbeitrag betreten werden. Zwei Trudeleinweisungen wurden tapferen Flugschülern erteilt und auch die fliegerfachsprachlichen Englischkenntnisse von Kunst- und „Geradeaus“ fliegern verbesserten sich teilweise spürbar in Gesprächen mit dem ebenfalls anwesenden Irischen Mitglied des „Ulster Gliding Club“.

An den beiden nächsten Wochenenden setzten sich dann zwei Teilnehmer des Lagers mit dem Duo und einem „alten Hasen“ als nicht- wirklich- nur- Ballast nach Schwäbisch Hall ab, um beim Hohenloher Vergleichsfliegen den Vereinen aus dem Süden das Fürchten zu lehren. Herausgekommen sind neben einem großen Lerneffekt (natürlich der Hauptgrund für die Teilnahme) immerhin zwei Tagessiege und ein fünfter Gesamtplatz.

Pünktlich zum Abschlusswochenende wurden nämlich sowohl dort als auch in Walldürn endlich die Bedingungen für den Streckenflug besser und beim Wettbewerb für Aufgaben um die 400 km genutzt, „daheim“ zum Einfliegen der neuen ASH 26 E und für einen lang aufgeschobenen 50 km-Flug.

Noch weiter weg erkämpften sich währenddessen Vater und Sohn Zemmel einen 3. und einen 16. Platz auf den jeweiligen Deutschen Meisterschaften der 15m- und der Clubklasse.

Meine ganz persönliche Bilanz dieser beiden Wochen: über 20 Flugstunden, knapp 1000 km gemeldete Strecke, unschätzbare Erfahrungen. So kann’s weitergehen!

© Sebastian Hilpert  –   06.06.2002

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