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In der Sparte Segelflug hat sich etwas getan!

Am 28.05.02 war es so weit, die ASH 26 D-KALH war verfügbar und wurde von Karl-Heinz und mir in Bruchsal abgeholt.

Am 30.05. konnte es dann endlich losgehen. Der Erstflug in Vereinsbesitz konnte von mir durchgeführt werden. Nach dem ich mich nochmals mit der Motorsteuerung vertraut gemacht habe und die ASH bestimmt zweimal gründlich gecheckt habe ging es los. Genau nach den Vorgaben des Flughandbuches wurde der Motor gestartet. Vom Ventus gewöhnt habe ich auch bei der ASH starke Vibrationen und einen hohen Geräuschpegel erwartet, aber dem war überhaupt nicht so. Die ASH ist auch im Cockpit angenehm vom Geräusch und fast vibrationsfrei. Die nächste angenehme Überraschung folgte beim Start, der Start selbst absolut problemlos und danach erfährt man eine Steigrate um die 3 m/s. Nach wenigen Minuten konnte eine Höhe von 700m erreicht werden und das Einfahren des Antriebes durchgeführt werden. Nach dem der Motor abgekühlt und komplett eingefahren war, machte ich mich mit den Flugeigenschaften vertraut. Auch hier hatte die ASH einige angenehme Überraschungen parat. Die Langsamflugeigenschaften und die Runderabstimmung sind einfach super. Mit fast 400 Stunden auf dem Ventus habe ich allerdings auch einige Erfahrung mit dem Umgang von Klappenmaschinen, auch die Erfahrungen die ich mit einer DG 400 machen durfte haben mir sehr geholfen mich sofort auf der ASH wohl zu fühlen.

Wenn ich versuchen sollte, die Flugeigenschaften der ASH in verständliche Worte zu fassen würde ich gerne einen Vergleich durchführen:
War der Ventus ein älterer sehr guter Sportwagen, ist die ASH eher die S-Klasse von Daimler-Chrysler. (oder ein 7er BMW).

Die ASH 26 ist nicht nur ein „Segelflugzeug“ für Profis, sondern auch von geübten Piloten die Erfahrungen mit anderen Kunststofffliegern haben sicher zu beherrschen.
Ich habe im vorherigen Satz bewusst von einem Segelflugzeug gesprochen. Im Fall der ASH würde ich den Motor nur als Start- und Heimkehrhilfe sehen und nicht als Motorflugzeug betrachten. Dem der meint mit diesem Flugzeug motorisiert über Land zu gehen sei gesagt, dass die Tankfüllung lediglich 16 Liter beträgt -und zieht man den Start ab- für ca. 50 Minuten Motorlaufzeit reicht.

Mittlerweile haben außer mir selbst bereits vier weitere Piloten die Einweisung bekommen und die nächsten haben bereits signalisiert das gleiche zu wollen.

Mit der ASH 26 hat der Verein nun ein „Segelflugzeug“ das man getrost in der obersten Leistungsklasse ansiedeln darf und sicher gerne geflogen wird.

Wer jetzt glaubt das war’s, irrt sich.

Am Freitag den 21.06. hat mich Herbert angerufen und gefragt ob ich die LS 8 D-1646 in Egelsbach abholen könnte. Da er selbst gesundheitlich nicht konnte, hab ich natürlich zugesagt. Ich hab mit Herrn Schneider vereinbart die LS 8 am Samstag den 22.06 abzuholen. Auch hierbei hat mich Karl-Heinz nicht alleine gelassen. Während ich das bürokratische erledigt habe, hat Karl-Heinz die Maschine und auch den Anhänger genau unter die Lupe genommen und für Gut befunden.

Das Wetter war gut, und so wollten wir so schnell wie möglich zurück um noch am gleichen Tag auch hier den Erstflug durchzuführen. Als wir gegen 12 Uhr auf dem Flugplatz ankamen war natürlich der Anhänger sofort umlagert. Den die Anwesenden haben sofort gecheckt, das kann nur die neue LS 8 sein. Nach dem die LS 8 unter der Anleitung des LS 8 erprobten Ralf aufgebaut war, stand dem Erstflug nichts mehr im Wege. Auch hier durfte ich der Erste sein. Nachdem mich Bernd mit der Piper auf Höhe gebracht hatte, wurde die LS 8 ausgiebig erflogen.

Die Flugeigenschaften der LS 8 sind einfach genial, die Ruder gut abgestimmt, sehr leichtgängig, der ganze Flieger unheimlich wendig und mit den unkritischen Eigenschaften die wir auch schon von der LS 4 her kennen.

Nachdem die ASH 26 mit Günther, der Duo mit Markus und Karl-Heinz, Peter mit seinem Ventus, Ralf mit seiner LS 8 und ich zusammen in der Luft waren und das Wetter für individuelle Vorhaben doch nicht das beste war, wurde kurzerhand ein „Vereinsausflug“ durchgeführt. Dieser Ausflug ging dann bis in den Pfälzer Wald und wieder zurück in Richtung Walldürn. Während des gesamten Fluges konnte ich mit der LS 8 ohne mich sonderlich anzustrengen über dem Rest der Mannschaft aufhalten und gemütlich dahin gleiten. Nach 4 Stunden und 10 Minuten ging dann der Erstflug zu Ende.

Die wirklich guten Flugeigenschaften und Leistungen wurden von den nachfolgenden Piloten ohne wenn und aber bestätigt.

Mit der ASH 26, der LS8-18 und dem Duo Discus hat der Verein nun mehrere Segelflugzeuge die von der Leistung her gut zusammenpassen und zu weiteren gemeinsamen Flügen einladen.

Mit den beiden Neuen und den bewährten Alten haben wir einen Flugzeugpark, der wirklich vom feinsten ist und hoffentlich ausgiebig genutzt wird.

© Wolfgang Lehnert  –   26.06.2002

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