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10.05.2005

"Schnitzeljagd" der Sportpiloten vom Cockpit aus

45. Hessen-Sternflug von Walldürn nach Marburg-Schönstadt / 50 Flieger mit 25 einmotorigen Flugzeugen gehen an den Start

Walldürn. Rund 50 Sportpiloten mit etwa 25 einmotorigen Flugzeugen aus ganz Deutschland erwartet das Referat Motorflug des Hessischen Luftsportbund zu seiner traditionellen Rallye "Hessen-Sternflug" vom 20. bis 22. Mai. Diesmal führt die Flugstrecke der Luftsportveranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch steht, von Walldürn in Nordbaden zum Verkehrslandeplatz Marburg-Schönstadt in Mittelhessen.

Die Veranstaltung dient nicht nur dem sportlichen Wettkampf der Piloten, sondern auch der Flugsicherheit. In den Rallyes lernen die Flugzeugführer, wie sie ihre Maschine sicher beherrschen können. Der Hessen-Sternflug findet seit 1961 jedes Jahr an einem Frühjahrswochenende statt und startet immer auf einem anderen Flugplatz. Von dort führt die Flugstrecke zu einem zweiten Flugfeld in Hessen oder in einem benachbarten Bundesland. Dieses Jahr fängt der Wettbewerb am Freitag, 20. Mai mit der Wertung um die längste Anflugstrecke an. Am Samstag, 21. Mai, beginnt ab 9 Uhr der Anflug der Rallye-Teilnehmer auf den Flugplatz in Walldürn. Dort müssen die Piloten ihre kleinen, einmotorigen Maschinen punktgenau auf der Landebahn aufsetzen.

Nach der Flugzeugführerbesprechung in Walldürn werden die Navigationsaufgaben ausgegeben, die Teilnehmer müssen ihren Kurs errechnen und ab 13 Uhr nacheinander zum Wettbewerbsflug abheben, die Flugstrecke sekundengenau abfliegen und aus der Luft auch noch bestimmte Objekte wie beispielsweise Gebäude, Brücken, Burgen oder Weggabelungen erkennen, die auf einem Foto abgebildet sind. Die Einhaltung des Kurses und der Zeiten werden mittels Satellitennavigation überwacht. In jedem Flugzeug ist ein kleiner Empfänger, ein so genannter Logger, der die Daten von mehreren Navigationssatelliten gleichzeitig empfängt und den vom Piloten eingeschlagenen Kurs aufzeichnet. Nach der Landung werden die Logger ausgelesen und anhand der Daten der Gewinner des Wettbewerbs ermittelt. Gewonnen hat die Mannschaft mit den wenigsten Fehlerpunkten.

Ab circa 14.30 Uhr werden die Wettbewerbsmaschinen nacheinander in Marburg-Schönstadt landen, zum Abschluss des Wettbewerbs müssen sie nochmals metergenau in einem auf der Graspiste aufgemalten Landefeld aufsetzen. Die angegebenen Zeiten können allerdings nur bei gutem Flugwetter eingehalten werden, sollte das Wetten nicht mitspielen, sind Verschiebungen möglich.

Die Ergebnisse des diesjährigen Hessen-Sternfluges werden im Rahmen eines Abschlussfestes, das um 20 Uhr im Hotel-Restaurant "Zur Burgruine Frauenberg" in Ebsdorfergrund-Beltershausen, südöstlich von Marburg, bekannt gegeben. Die Siegermannschaft erhält den Pokal des Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Justizminister Dr. Christean Wagner hat sein Kommen am Samstagabend zugesagt. Der 45. Hessen-Sternflug" endet am Sonntag, 22. Mai, mit dem Rückflug der Teilnehmer.

Der Hessische Luftsportbund (HLB) mit Sitz in Darmstadt ist der Dachverband der hessischen Flugsportvereine. Beim diesjährigen Sternflug wird das HLB-Referat Motorflug unterstützt vom Kurhessischen Verein für Luftfahrt von 1909, Marburg und dem Flugsportclub Odenwald, Walldürn.

© Fränkische Nachrichten - 10.05.2005

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