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18.10.2008

Hier finden sie die Bilder zum Festakt

Jubiläum: Flugsportclub "Odenwald" feiert sein Bestehen und erinnert sich an das "unglaubliche Engagement" der Gründungsjahre

Unter Mühen in 50 Jahren viel aufgebaut

Walldürn. Sein 50-jähriges Bestehen feierte der Flugsportclub "Odenwald" Walldürn am Samstagabend im Rahmen einer offiziellen Jubiläumsfeierstunde im Foyer der Walldürner Nibelungenhalle, der sich dann der 45. Jubiläums-Fliegerball der nordbadischen Fliegergruppen in der festlich dekorierten Walldürner Nibelungenhalle anschloss. Zu Beginn dieses offiziellen Jubiläumsfestaktes begrüßte Vorsitzender Oliver Stumpf neben zahlreichen weiteren geladenen Gästen vor allem den Präsidenten des baden-württembergischen Luftfahrtverbandes (BWLV), Gerd Weinelt, das Präsidialratsmitglied Nordbaden, Fred Gai, Bürgermeister Markus Günther sowie den Ehrenpräsidenten des Flugsportclubs "Odenwald" Helmut Kucera.

An den Beginn seiner Jubiläumsfestansprache stellte Stumpf das Zitat des Gründungsvorsitzenden des Flugsportclubs Richard Rohlf, der gesagt hatte: "Der Flugsport verlangt beherzte Menschen, die sich der Disziplin der Gemeinschaft und den Gesetzen der Kameradschaft unterordnen und Sinn für Idealismus haben. Wenn dieser Sport auch erhöhtes Verantwortungsbewusstsein und bestimmte Pflichten voraussetzt, so gibt er auch mehr als andere Sportarten. Beim Segelflieger erfüllt sich die alte Sehnsucht des Menschen, sich vogelgleich in die Luft zu heben und losgelöst von der Erdenschwere über den Dingen zu schweben, auch über den Dingen des Alltags."

Er als Vorsitzender könne sich 50 Jahre später lebhaft vorstellen, dass damals so mancher Außenstehender das Vorhaben des Fliegens in Walldürn mit Skepsis und einem gewissen Belächeln verfolgt habe. Doch er selbst sei heute der festen Überzeugung, dass genau das, wovon Gründungsvorsitzender Richard Rohlf damals gesprochen habe, dem Geist der damaligen 39 Gründungsmitglieder entsprochen habe.

Trotz der modernen Zeiten sei noch immer etwas vom unglaublichen Herzblut und der Liebe zur Fliegerei zu spüren, denn wie anders wäre es zu erklären, welche beeindruckende Entwicklung der Walldürner Flugplatz in den letzten 50 Jahren genommen habe.

1963 sei das Fluggelände in Betrieb genommen und 1966 die Erlaubnis für Motorflug und Motor-schlepp erteilt worden. Etwa zur gleichen Zeit seien Fliegerfreunde aus Wertheim als Mitglieder hinzugekommen, nachdem deren Flugplatz damals von den amerikanischen Militärfliegern benötigt worden sei.

Nach und nach seien dann weitere Flughallen gebaut, eine Tankstelle erstellt und ein Campingplatz angelegt worden. Mittlerweile verfüge man über einen modernen Verkehrslandeplatz mit Asphaltbahn und Nachtflugbefeuerung, der fester Bestandteil der Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg sei.

Aber auch auf sportlichem Gebiet habe sich der Verein hervorragend entwickelt, und gerade der Segelflug - sozusagen die Wiege des Vereins - sei hier bestens aufgestellt. Neben vielen vorderen Plätzen im nationalen Vereinsvergleichsfliegen und in der Segelflug-Bundesliga seien die Walldürner Segelflieger auch in der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug immer wieder ganz vorne zu finden.

Verdienste gewürdigt

Auch der gesellschaftlichen Verpflichtung sei sich der Flugsport-club im Laufe der zurückliegenden 50 Jahre immer bewusst gewesen. Zum Abschluss seiner Jubiläums-Festansprache stellte Stumpf dann schließlich noch einmal all die Personen in den Mittelpunkt, die mit ihrer kameradschaftlichen Arbeit all das ermöglicht haben, auf das der Flugsportclub "Odenwald" Walldürn heute aufbauen könne. Besonders genannt wurden von ihm hierbei insbesondere noch einmal die Gründungs-Vorstandsmitglieder Richard Rohlf, Siegfried Amann, Ludwig Dambach, Otto Stumpf und Erich Nedwidek, der heutige Ehrenpräsident Helmut Kucera

Für deren 50-jährige Zugehörigkeit zum Verein wurden die drei Gründungsmitglieder Gerd Stumpf, Franz Sperlich und Kurt Lange im Rahmen dieses Festaktes jeweils mit einer Ehrenurkunde und einem Jubiläumspräsent ausgezeichnet.

Nach einem von H. Kirchgessner dargebotenen Musikstück übermittelte Bürgermeister Markus Günther dem Jubiläumsverein zum 50-jährigen Bestehen die herzlichsten Grüße. Sein besonderer Dank galt all denjenigen, die im Laufe der zurückliegenden 50 Jahre mitgeholfen haben, dass der Flugsportclub in Walldürn und in der Region zu einer festen Größe wurde.

Als weiterer Grußredner übermittelte der Präsident des baden-württembergischen Luftfahrtverbandes, Gerd Weinelt, die herzlichsten Grüße zum 50-jährigen Vereinsbestehen. Er stellte fest, dass der FSC Odenwald Walldürn heute über eine exzellente Infrastruktur verfüge und einen hochmodernen Flugzeugpark sein Eigen nennen könne.

"Nur wer selbst aktiv im Vereinsgeschehen steht und selbst Aufbauarbeit mitgestaltet hat, kann wirklich nachvollziehen, unter welchen Mühen und mit welchen Anstrengungen das heute Vorhandene erreicht wurde", so der BWLV-Präsident. 50 Jahre Vereinsgeschichte seien lebender Beweis dafür, dass es in der heutigen zunehmend konsumorientierten Gesellschaft immer noch Menschen gebe, die bereit seien, in ihrer Freizeit ehrenamtlich und unentgeltlich Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen

Als äußeres Zeichen des Dankes und in Anerkennung der Verdienste um den Luftsport in Baden-Württtemberg überreichte er dem Vorsitzenden des Jubiläumsvereins, Oliver Stumpf, das Ehrendiplom Wolf Hirth. Ferner ehrte er sodann noch folgende Clubmitglieder für deren langjährige ehrenamtliche Leistung und überdurchschnittliches Engagement mit der Ehrennadel des baden-württembergischen Luftfahrtverbandes: Die Verdienstnadel in Bronze erhielten: Peter Duffek, Florian Erbacher und Peter Macharowski. In Silber: Georg Dörder und Uwe Kempgens. In Gold: Manfred Dambach, Helmut Kucera und Dr. Rudolf Lachenmann.

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